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4. Apollo-Biennale 2017, Väter und Söhne

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Datum: 15.05.2017 um 20:00

Veranstaltungsort: Apollo-Theater Siegen, Morleystr. 1
Internet: www.apollosiegen.de/apollo-zeitung-03-2017/
von Brian Friel nach dem Roman von Iwan Turgenjew. Arkadij und Bazarow, zwei Studenten, kehren für den Sommer in ihre ländliche Heimat zurück. Beide stellen aufgrund ihrer nihilistischen Überzeugungen die gegenwärtige Gesellschaft völlig in Frage: die Wissenschaft, die Kunst und sämtliche Konventionen. Ihre Ablehnung alles Bestehenden verweigert ihnen den Glauben an überhaupt etwas. Ihr Aktivismus kennt nur das einzige Ziel, die Welt neu zu erschaffen. Doch während Arkadij diese Vision aus den gegebenen Verhältnissen heraus entwickeln will, sucht Bazarow die radikale Konfrontation mit seiner Umwelt. Der junge Mediziner entsetzt die älteren Herrschaften und entzückt ein paar jüngere Leute. Der Begriff „Nihilist“ sollte bald Funken schlagen in Russland. Mit ihm war das Signal gefunden für einen Typus, der damals zu reden und zu handeln begann, der in Literatur und Geschichte, von Dostojewski bis Trifonow, von den Zaren-Attentätern bis zu den Terroristen unserer Tage Nachfolger gefunden hat. Denn dieser „Nihilismus“ entspringt einer radikalisierten Aufklärung für Bazarow ist alles wissenschaftlich erklärbar und herstellbar, ist „ein guter Chemiker zwanzigmal nützlicher als der beste Poet“. Das alte System muss schonungslos „abgeräumt“ werden, bevor die Utopie eines schmerzfreien, vernünftigen Lebens aufgebaut werden kann. Das alles geschieht zwar für die Massen, die aber in ihrer bedauernswerten Verblödung vorerst nichts davon verstehen. „Väter und Söhne“ erzählt vom ewigen Konflikt zwischen Jung und Alt, von Verändern und Bewahren. / Siehe auch: http://www.apollosiegen.de/

Daten ohne Gewaehr

Kontaktdaten: 0271/7702772