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IHK senkt Ausbildungsgebühren

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12.06.2014 | Siegen

In den kommenden vier Jahren werden die IHK-zugehörigen Unternehmen deutlich niedrigere Betreuungsgebühren für Ausbildungsverhältnisse entrichten. Für die 2013 und 2014 begründeten Lehrverträge senkt die Kammer die Gebühren um 60 Prozent ab, für die 2015 und 2016 begründeten Ausbildungsverhältnisse um 30 Prozent. Dies beschloss die Vollversammlung der IHK in der vergangenen Woche. Das Gesamtvolumen der Entlastung beläuft sich auf circa 840.000 Euro.

IHK-Präsident Felix G. Hensel möchte die zeitlich befristete Absenkung als berufsbildungspolitisches Signal der Kammer verstanden wissen: „Wir wissen, dass kein Unternehmen allein wegen niedrigerer Prüfungsgebühren in die betriebliche Erstausbildung einsteigt oder bestehende Aktivitäten weiter verstärkt. Wenn wir als IHK jedoch „Vorfahrt für die betriebliche Erstausbildung“ auf allen Ebenen des wirtschaftlichen und politischen Handelns einfordern, sollten wir selbst mit gutem Beispiel voran gehen. Genau das ist unser Motiv.“ Die Kammer wolle die rund 1200 aktiven Ausbildungsunternehmen durch diesen Schritt dazu motivieren, im Zweifel „noch eine Schippe draufzulegen“ und bei ihrer Suche nach den zukünftigen Auszubildenden nicht allein auf die besten Schulabgänger zu setzen, sondern ebenfalls den schwächeren Absolventen Einstiegsmöglichkeiten zu eröffnen. Felix G. Hensel: „Die Zahl der Schulabgänger sinkt in den kommenden Jahren stetig. Die Unternehmen sind daher gut beraten, ihr hohes Engagement in der betrieblichen Erstausbildung beizubehalten und ihre Anforderungen an der einen oder anderen Stelle auch neu zu justieren.“ Die Gebührensenkung beziehe sich ausschließlich auf betriebliche, nicht jedoch auf öffentlich-finanzierte Ausbildungsverträge. Auch die Fortbildungsgebühren blieben unverändert, betonte der neue IHK-Präsident abschließend.

elle

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